Was seither passiert ist

Lang lang ist’s her, dass ich von mir habe hören lassen. Wo ich gerade meinen letzten Beitrag sehe: den Gewinner der Verlosung habe ich damals ermittelt und ihm das signierte Exemplar meines Buches zukommen lassen. Dass ich seit so langer Zeit nichts mehr berichtet habe, liegt daran, dass es einfach sehr wenig zu berichten gibt. In der Zukunft wird sich das wohl auch nicht ändern. Ich halte weiterhin Lesungen, wenn ich eingeladen werde – meistens an Schulen. So war ich zum Beispiel dieses Jahr am Gymnasium Stolzenau und der Oberschule Marklohe. Und … das waren auch schon alle Neuigkeiten.

Derzeit konzentriere ich mich auf andere Dinge. An oberster Stelle standen dieses Jahr meine Abiarbeiten. Nachdem sie endlich vorbei waren, konnte ich mich wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen: Bücher lesen, Comics lesen, fotografieren (auch analog) … Moment … Davon konnte mich das Lernen ja gar nicht abhalten. Im Moment mache ich ein Praktikum. Und bereite ich mich auf mein Studium vor. Also … bald. Eigentlich wollte ich ja eine Ausbildung in einem großen Verlagshaus machen. Da das leider nicht funktioniert hat, ist Plan B am Zug. Der wird aber bestimmt nicht weniger interessant.

Geschichten schreibe ich eher weniger. Daran arbeite ich aber. Eine Fortsetzung zu „Destino – Die Träumerin“ wird es also vorerst nicht geben. Das macht aber nichts, immerhin ist die Handlung in sich abgeschlossen.


Wer „Destino“ noch nicht kennt, kann auf diesem Blog ein wenig stöbern. Oder das Buch in jeder unabhängigen Buchhandlung vor Ort kaufen. Thalia, Hugendubel, Amazon und co führen es ebenfalls. Übrigens: ihr könnt mein Buch nicht nur in gedruckter, sondern ebenfalls in digitaler Form als Ebook kaufen.

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Die achte Lesung

UnbenanntMeine achte Lesung fand letzte Woche Donnerstag, am 23.10. statt. genau ein 7 Monate nach meiner ersten Lesung. Ich bin meinen ersten Texten noch immer treu und habe sie bisher nicht ausgewechselt, da es höchst unwahrscheinlich ist, dass mir jemals jemand „nachreisen“ wird. Zumindest ist es mir noch nie untergekommen und weil ich mich momentan auf Schulklassen konzentriere, wird es da zumindest nicht vorkommen. Was sich hingegen immer wieder ändert sind die Dinge, die ich antworte, auch wenn die Fragen auf die gleiche Antwort abzielen. Man macht sich im Nachhinein nämlich doch noch mal über alles Gedanken durch und kommt zu verschiedenen Antwortmöglichkeiten, die man dann auf der nächsten Lesung gibt. Was außerdem immer anders ist: Das, was ich neben dem Lesen erzähle. Über das Buch selbst und anderes Allgemeines, vorweg, damit es einen Einstieg gibt wie auch zwischen den einzelnen Ausschnitten. Nach meiner siebten Lesung habe ich die Rückmeldung bekommen, dass sich die Hälfte der Klasse doch gewünscht hätte, ich hätte ein wenig mehr zwischendrin erzählt. Und diesen Hinweis finde ich sehr wichtig als lesende Person und wirklich gut !! Wie die Wirkung auf andere Menschen ist, kann ich nicht wirklich zutreffend beurteilen, deshalb bin ich für Kritik immer dankbar. Nur weil ich Dinge noch nie gesagt bekommen habe, heißt es bei Weitem nicht, dass meine Lesungen perfekt sind. Bei der letzten Lesung habe ich also mehr darauf geachtet. Und schon am nächsten Tag ein paar Vorbestellungen bekommen.

Wie schon gesagt, dieses Mal handelte es sich um eine fünfte Klasse. Der Klassenlehrerin hatte ich vorweg meine Texte für die Lesung und ein paar allgemeine Infos geschickt. Sie und der Klassenlehrer (in den fünften und sechsten Klassen gibt es bei uns noch zwei Klassenlehrer pro Klasse) hatte der Klasse im Voraus nicht viel erzählt. Vielleicht ein klein wenig über mich, aber genau nachgefragt habe ich nicht, aber viel mehr als „wir haben ihnen auch noch nicht so viel erzählt“ war nicht so wichtig. Das Gute ist dann ja immer, dass ich noch die Chance habe, das Ganze einzuleiten und selbst was zu sagen, ohne dass sich jemand die Hälfte der Dinge doppelt und dreifach anhören darf. Besonders in der achten Stunde, wie es an dem Tag eine war, wäre das nicht unbedingt vorteilhaft gewesen.

Ich war etwas früher dran, als die Stunde eigentlich begann. Am Ende kam es aber perfekt hin. Ich habe versucht, möglichst langsam zu lesen. Seitdem ich im Radio gehört habe, wie schnell ich lese, wenn ich mich auch dazu zwinge, es gaaaanz langsam zu machen, habe ich festgestellt, was für ein Plappermaul ich sein muss, wenn ich etwas zu sagen habe, ich mir bekannt ist oder ich mir vorher ausgedacht habe (Außer die Einleitung vor Lesungen. Das ist immer ein kleines Grauen für mich.) Trotz etwas längerer Erzählungen zwischendrin (zumindest etwas länger als sonst schon üblich), hatte ich am Ende noch etwas mehr als zwanzig Minuten Zeit. Ein Schock. Hatte ich so schnell geredet? Okay. Sag noch mal was. Frag mal was. Wie haben die Ausschnitte auf die Schüler gewirkt? Etwas düster? Ja. Für eine fünfte Klasse etwas zu düster, meine die Klassenlehrerin. Das hatte ich vorher nicht ganz so recht bedacht. Also eine kleine Erklärung nachschieben: Ich denke, dass es eben durch die familiären Zeiten und die Freundschaften, die die Hauptperson Jamara ja in beiden Welten hat, gar nicht so düster ist, wie es jetzt vielleicht gewirkt hat, sondern dass es sich im Endeffekt etwas ausgleich. Puuuh. Nicken. Vereinzelt.

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Vorbestellungen: Woche 33

Es geht doch!

Mittlerweile habe ich acht Lesungen gehalten. Die letzte fand am Donnerstag in einer fünften Klasse an meiner Schule statt. Ich denke, dass ich bis Mittwoch auch dazu eine Kleinigkeit geschrieben haben werde :)

Jaaa, beim Verlag ist eine Bestellung eingegangen. Und letzten Freitag habe ich, gerade einmal einen Tag nach meiner letzten Lesung, vier Bestellungen bekommen. Endlich mal wieder! Seit ein paar Wochen vor den niedersächsischen Sommerferien war ja leider Stillstand, aber was kann man viel tun? Ich meine, ich war in dieser Zeit bei Radio Mittelweser, war in Zeitungen, habe viele Lesungen (6 Stück) gehalten und jedes Mal positives Feedback bekommen. Mama ist ja der Meinung, dass es bei den Vorbestellungen gar nicht so sehr an den Kindern hapert, sondern vielmehr an den Eltern, aber wir können darüber nur spekulieren und die Daumen drücken. Immerhin gibt es keine zeitliche Obergrenze, aber ein bisschen traurig ist es natürlich schon, eine so lange unveränderte Zahl zu sehen. Naja, ich werde weiterhin Lesungen halten und mal sehen, auf welchen Wegen ich mich sonst so bekannt machen kann. Es wird alles.

Hier ist die heutige Grafik. Sie wächst immer mehr in die Breite. Mal sehen, ob ich sie demnächst mal ein wenig reduziere, man kann sie ja jetzt nur noch sehr schlecht erkennen… (Tipp: Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken!)

Woche 33

Lesung Nummer 7

Unbenannt

Meine siebte Lesung fand am Mittwoch statt und war die erste an meiner eigenen Schule. Bisher war ich nur an dem anderen Gymnasium in der Stadt gewesen. Eigentlich hatte ich das vor einigen Monaten noch gar nicht gewollt. Mit der Zeit würde ja jeder von mir und meinem wissen – nicht gerade meine Wunschvorstellung. Je mehr Zeit verging, desto mehr habe ich mich aber mit dem Gedanken anfreunden können und fand es nicht einmal halb so schlimm wie befürchtet, als es anfing, zumindest in meinem Jahrgang etwas bekannter zu werden.

An einem Tag kam meine Deutschlehrerin auf mich zu. Besser gesagt: Ich wollte gerade recht schnell gehen. Glücklicherweise an ihr vorbei, wie ich jetzt sagen kann. „Wann wollten Sie es mir eigentlich erzählen?“ Was sie meinte, war nach einem klitzekleinen Moment sehr nahe liegend. Eigentlich hätte ich ihr schon vor Wochen von meinem Buch erzählen sollen. Warum habe ich es nicht getan? Manchmal habe ich es vergessen, manchmal nicht gewollt. Den Grund kenne ich ehrlich gesagt nicht einmal mehr. Also war er wirklich kein guter.

Wir haben uns also ein klein wenig unterhalten und dann den Termin für meine erste Lesung an der eigenen Schule verabredet. Auf eine Chemiestunde musste ich dafür verzichten, aber gut, da komme ich bisher erstaunlich gut mit.

Etwas früher als die fünfte Stunde begann, stand ich vor der richtigen Tür. Kurz zuvor hatte ich verzweifelt versucht, meinen Ordner aus der überquellenden Schultasche zu bekommen, ohne dass der restliche Inhalt auf dem Boden landete, damit ich nachgucken konnte, ich welchem Raum ich denn eigentlich erwartet wurde. Es war eine siebte Klasse, also das Alter der Meisten etwa 12 Jahre – das passte perfekt. Schon vor dem Raum hörte ich, wie laut diese Kinder waren. Erstaunlich leise und aufmerksam waren sie dann aber während der Lesung.

Meine Deutschlehrerin, die ihre Klassenlehrerin ist und sie auch darin unterrichtet, hatte sich schon einen Platz weiter hinten gesucht und mir den Lehrertisch geräumt. (Jetzt verstehe ich auch, warum die Schüler in den hinteren Reihen eher bemerkt werden als die in den letzten. Die Schüler vorne sind nämlich viel zu weit unter Horizonthöhe, die Schüler hinten sind hingegen fast exakt auf Augenhöhe.) Die Texte hatte ich vorsichtshalber schon zwei Tage zuvor in meine Tasche gesteckt, gemeinsam mit Bestellformularen. Ich kenne mich ja mittlerweile auch ganz gut. Am Morgen hätte ich sie nämlich doch vergessen. Aber weil das ja nicht passiert ist, lief alles recht glatt ab. Die Aufzüge hatte ich nur leider nicht mehr proben können, nur in den Pausen davor eine kleine Ansprache, die recht merkwürdig aus mir herauskam. (Die fällt mir immer am schwersten, weil es ja nicht klingen soll, als würde ich steinreich werden wollen (was sowieso nicht passieren wird), aber trotzdem die Vorbestellungen bräuchte.) Anscheinend hatte man meine Aussage trotzdem verstanden. Versprecher wurden mir während der Lesung verziehen, ansonsten lief alles wie zuvor. Merkwürdige Blicke, als ich meine Trinkflasche zum Vorschein brachte (das gehört denke ich irgendwie dazu). Die Klasse ist aber so lieb, irgendwie haben wir dann ein wenig gelacht. Ich weiß nicht mehr genau wieso. Das ist mir aber auch nicht wirklich wichtig. Ich glaube, sie haben mich gemocht :)

Am Ende wurden mir fast zwanzig Minuten lang Fragen gestellt. Das war wirklich eine Menge! Vieles drehte sich um die Vorbestellungen – was es denn genau damit auf sich habe. (- Absicherung für den Aufwand der beteiligten Parteien.) Ein paar mal kam die Frage auf, mein wie vieltes Buch „Destino“ sein oder wie lange ich schon schreiben würde, wann und wie ich schreibe/schrieb – in der Schule, mit Stift oder am Computer? (- Unterwegs und in der Schule mit Stift und Papier, Zuhause am Computer.)

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Die Lesung hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht! Die Klasse ist super sympatisch und hat mich damit überrascht, wie gut sie im Gegensatz zum Pausenlärm zugehört haben. (Wenn ich mich recht erinnere, waren wir damals aber auch der Gegensatz von Leise.) Ich hoffe, dass meine anderen Lesungen genauso sein werden. Ich habe nämlich vor, in möglichst viele Klassen der Stufen 5-7 zu gehen und ihnen mein Buch vorzustellen. Zwei andere sind bereits geplant, weitere zwei angedacht. Mal hoffen, dass meine Lehrer mich gehen lassen und dass auch die ein oder andere Bestellung für mich rausspringt. Schließlich möchte ich meine Geschichte teilen. Und irgendwann einmal auch gebunden in den Händen halten können und wissen: Es gibt viele andere Menschen, die das auch tun.

Up to date

Ich habe ja lange nicht mehr wirklich von mir hören lassen. Das liegt daran, dass meine Sommerferien vollgepackt waren / sind mit vielen Aktivitäten. In den ersten zwei Wochen stand für mich eine Sprachreise an die englische Südküste auf dem Plan. Unterricht und viele Ausflüge haben mir keine Zeit gelassen, hier etwas zu schreiben. Abgesehen davon habe ich meine Gastfamilie auch nie nach dem W-Lan-Passwort gefragt, sodass es ohnehin nichts hochladen konnte, aber für mich ist das kein wirkliches Problem gewesen, denn es waren wundervolle zwei Wochen bei bestem Wetter mit einer super Gruppe und den besten Teamern.

 England

London, Weymouth, Bournemouth, Oxford, Southamton, … ich habe viele Orte sehen können.

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Was ich getan habe, nachdem ich wieder zurückgekommen bin, wisst ihr ja: Ein, zwei Tage Pause und danach habe ich meine sechste Lesung in der Stadtbibliothek Garbsen gehalten. Mittlerweile wurden auch zwei oder mehr Artikel über mich und über die Lesung veröffentlicht (HAZ/Garbsen und Rundblick Seelze/Garbsen). Ich sage „oder mehr“, weil das ja möglich sein kann, ich aber bisher zwei Artikel von einer Arbeitskollegin von Papa bekommen habe. Die Bücherei will mir noch alle zuschicken, die es  gibt / gegeben hat.

Beinahe gleich nach der Lesung hieß es wieder (wie in England auch): Es wird früh aufgestanden! Dieses Mal, um pünktlich im Theorieunterricht für meinen Führerschein sitzen zu können. Nachmittags Fahrstunden und dann war es montags auch schon sechs Uhr oder später, wenn ich mal daran gedacht habe, bei Papierfresserchens MTM-Verlag nach meinen aktuellen Bestellungen zu fragen. Denn nachhause zu kommen, bedeutete bis vor ein paar Tagen nicht etwa, mich mit einem Buch irgendwo hinsetzten zu können oder Zeit zum Schreiben zu haben, sondern weiter lernen. Ein Glück hat das jetzt sein Ende, denn die theoretische Prüfung ist bestanden. Juhuuu!

In der nächsten Zeit steht auch schon wieder ein neuer Termin an: Mein zweites Interview bei unserem Lokalen Sender Radio Mittelweser. Letzte Woche hat mich die Moderatorin Claudia Molter mit einer Einladung überrascht. Wann was zu hören ist, erfahrt ihr natürlich rechtzeitig von mir.

Zwei Orte für Lesungen wüsste ich auch noch. Bei dem einen müsste ich noch einmal nachhaken und bei dem anderen überhaupt mal anfragen. Das kommt aber bald. Bei mir in der Schule kann ich dann auch in den nächsten Tagen einen Termin abklären. Endlich. Und dann sieht die Grafik vielleicht bald wieder etwas besser aus, als ich es bisher befürchte.