Was seither passiert ist

Lang lang ist’s her, dass ich von mir habe hören lassen. Wo ich gerade meinen letzten Beitrag sehe: den Gewinner der Verlosung habe ich damals ermittelt und ihm das signierte Exemplar meines Buches zukommen lassen. Dass ich seit so langer Zeit nichts mehr berichtet habe, liegt daran, dass es einfach sehr wenig zu berichten gibt. In der Zukunft wird sich das wohl auch nicht ändern. Ich halte weiterhin Lesungen, wenn ich eingeladen werde – meistens an Schulen. So war ich zum Beispiel dieses Jahr am Gymnasium Stolzenau und der Oberschule Marklohe. Und … das waren auch schon alle Neuigkeiten.

Derzeit konzentriere ich mich auf andere Dinge. An oberster Stelle standen dieses Jahr meine Abiarbeiten. Nachdem sie endlich vorbei waren, konnte ich mich wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen: Bücher lesen, Comics lesen, fotografieren (auch analog) … Moment … Davon konnte mich das Lernen ja gar nicht abhalten. Im Moment mache ich ein Praktikum. Und bereite ich mich auf mein Studium vor. Also … bald. Eigentlich wollte ich ja eine Ausbildung in einem großen Verlagshaus machen. Da das leider nicht funktioniert hat, ist Plan B am Zug. Der wird aber bestimmt nicht weniger interessant.

Geschichten schreibe ich eher weniger. Daran arbeite ich aber. Eine Fortsetzung zu „Destino – Die Träumerin“ wird es also vorerst nicht geben. Das macht aber nichts, immerhin ist die Handlung in sich abgeschlossen.


Wer „Destino“ noch nicht kennt, kann auf diesem Blog ein wenig stöbern. Oder das Buch in jeder unabhängigen Buchhandlung vor Ort kaufen. Thalia, Hugendubel, Amazon und co führen es ebenfalls. Übrigens: ihr könnt mein Buch nicht nur in gedruckter, sondern ebenfalls in digitaler Form als Ebook kaufen.

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Heute war der Tag…

… an dem ich irgendwie mehr als sonst auf die Autos auf der Straße vor unserem Haus geachtet habe. Nicht, dass ich einen guten Blick darauf hätte (dafür müsste ich durch Wände sehen können ) aber immerhin erkenne ich den Klang eines Lieferwagens, der am Straßenrand hält, während sein Motor im Leerlauf weiterbrummt, die Geräusche einer zuschlagenden Fahrertür und eiliger Schritte, die bereits auf eine Haustür zueilen, noch bevor man richtig registriert hat, dass da überhaupt ein Wagen gehalten hat.

Es war Samstag Mittag und eigentlich halten da keine Lieferwagen vor unserem Haus, aber heute war es anders. Heute hielt einer. Der Motor brummte, die Tür knallte, Schritte eilten über den Asphalt und kurz darauf musste es bei uns geklingelt haben. Die Stimme eines kurz angebundenen Postboten hallte durch das Treppenhaus zu mir hinauf. Und kurz darauf fuhr der Lieferwagen schon wieder weiter zum nächsten Haus.

Im Erdgeschoss war es für eine Sekunde mucksmäuschenstill, aber wahrscheinlich kam es mir nur so vor, weil ich mich gerade fiebrig fragte, was der Postbote denn da abgegeben hat und gleichzeitig versuchte, meine Hoffnung zu unterdrücken, es wäre das gewesen, worauf ich schon seit langem warte.

Und dann hörte ich Mamas Schritte die Treppe hinaufstürmen (genau so schnell, wie man in Flip Flops nunmal eine Treppe hinaufstürmen kann) und erst direkt vor meiner Tür langsamer werden. Ein aufgeregtes Klopfen, schon stürmte sie rein. Dass ich gerne vorher mein „herein“ ausgesprochen hätte, war ihr in dem Moment offensichtlich völlig egal. Denn immerhin hatte sie ja mit einem dicken, weißen Päckchen vor meiner Nase herumzuwedeln, ohne mir auch nur irgendeinen Hinweis darauf geben zu wollen, was das denn so tolles war, dass sie es selbst unter meinem kritischen Blick kaum schaffte, ihr aufgeregtes Hüpfen zu unterdrücken und ihre wedelnden Arme wieder unter Kontrolle zu bekommen. Aber eigentlich gab mir dieses Verhalten schon genügend hinweise, wenn ich so daran denke, dass ich in letzter Zeit bestimmt bei jedem Mittagessen angesprochen haben dürfte, dass ich eigentlich ganz, ganz bald ganz , ganz besondere Post bekommen müsste und an einem Samstag Mittag eigentlich nie ein Lieferwagen vor unserem Haus hielt. Was sollte da sonst mit der Post gekommen sein, wenn nicht das, was ich so sehnsüchtig erwartete?

Mein Buch.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich schon immer geahnt, dass meine Eltern an diesem Tag deutlich mehr aus dem Häuschen sein würden, als ich. Ich meine, als Mama da unter meinem kritischen Blick vergeblich versuchte, ihre Freude wenigstens ein bisschen zu zügeln, war auch ich super glücklich. Ehrlich. Ich bin nur einfach nicht gut darin, das auch zu zeigen. Doch mein Buch liegt gerade neben mir und je länger ich es betrachte und je öfter ich diesen Moment wieder und wieder in Gedanken abspiele, desto glücklicher werde ich.

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An dieser Stelle muss ich auch endlich etwas sagen, das ich wahrscheinlich schon früher hätte loswerden sollen:

Danke Mama und Papa, dass ihr diesen Weg mit mir gegangen seid. Danke, dass ihr die Nerven behalten habt, als ich es nicht konnte. Endlich ist es so weit und auch wenn ich nicht vor Freude schreiend durchs Haus gerannt bin, wie andere Menschen es wohl getan hätten, stehen wir doch in meinen Gedanken alle zusammen in meinem Zimmer und hüpfen armewedelnd herum :)

Geschichten brauchen …

Ich habe mehr als 20 Kurzgeschichten geschrieben und viele Kapitel, die für mich auch teilweise wie kleine einzelne Geschichten sind. Nach einiger Zeit des Schreibens fallen einem ein paar Dinge auf (zumindest mir), die eine Geschichte braucht. Drei möchte ich euch heute vorstellen. Außerdem habe ich den Beginn einer meiner Kurzgeschichten eingefügt.

Das, was eine Geschichte dringend braucht, ist Zeit.
In der Regel benötigt man recht lange, um die Handlung oder die Figuren einer Geschichte zu erstellen. Manchmal überrascht sie einen aber auch gerne und dann muss das Schreiben ganz schnell gehen. Oder zumindest das Aufschreiben der Gedanken. Wenn die Geschichte beendet zu sein scheint, ist es ganz klug, sie noch einmal überzulesen und dann für ein paar Wochen (oder länger) so wenig wie möglich zu beachten. Man sollte Abstand von ihr nehmen, denn dann hat man neue Ideen, die Handlung und die Figuren hatten Zeit, sich selbstständig weiterzuentwickeln und die Überarbeitung gelingt viel besser.
Viel Zeit nehme ich mir momentan für eine Geschichte, die ich gerne bei einem Schreibwettbewerb des Buchjournals zum Thema „Verwandlung“ einreichen würde. Sie baut auf Ideen von „Destino – Die Träumerin“ auf und handelt von einem Mann, der zum sogenannten „Schreiber“ wird. Die Idee überfiel mich eines Abends. Innerhalb von einer Stunde habe ich sie aufgeschrieben gehabt. Nun ist sie etwas mehr als 3 Seiten lang und wartet seit bald zwei Monaten darauf, dass ich sie überarbeite, um sie dann einschicken zu können. So lange zu warten hat sich für mich schon häufig als gut erwiesen. Ich bin schon gespannt, mit welchen anderen Augen ich meine Geschichte in ein oder zwei Wochen sehen werde.

Was Geschichten noch brauchen, ist ein Ereignis, eine Vorstellung oder eine Fantasie, damit man überhaupt beginnen kann, sie aufzuschreiben und auch, damit man sie weiterentwickeln kann. Nach der Zeit, die ich eine Geschichte beiseite gelegt habe, rufe ich mir die Handlung zurück in Erinnerung – nur die groben Ereignisse. Und dann frage ich mich, was wie geschehen ist. Was wie vielleicht noch hätte geschehen können.
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Geschichten-Box: Ordner

(5. Mai 2014)

Ich habe ein wenig überlegt, welchen Gegenstand ich euch denn als erstes vorstelle. Es sollte einer sein, den ich bereits vor einem Monat gezeigt habe.  Das waren eine kleine Box, zwei Ordner und zwei dicke Umschläge. Ich habe mich für die Ordner entschieden, denn in ihnen finden sich Kurzgeschichten und die ersten Seiten aus meinem Buch, die inzwischen ein paar Mal überarbeitet wurden.

Zu Erinnerung, so sehen sie aus:

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